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AHS

Allgemeine Informationen
Die allgemeinbildende höhere Schule hat die Aufgabe, den SchülerInnen eine umfassende und vertiefte Allgemeinbildung zu vermitteln und sie zur Hochschulreife zu führen. Sie umfasst eine vierjährige Unterstufe sowie eine vierjährige Oberstufe, in ihrer Langform daher acht Jahre – in einzelnen Sonderformen auch neun Jahre.

Gemäß gesetzlichem Auftrag hat die AHS generell an der Heranbildung der jungen Menschen mitzuwirken, nämlich beim Erwerb von Wissen, bei der Entwicklung von Kompetenzen und bei der Vermittlung von Werten. Dabei ist die Bereitschaft zum selbstständigen Denken und zur kritischen Reflexion besonders zu fördern.

Die Unterstufe und die 5. Klasse der AHS fallen in den Bereich der allgemeinen Schulpflicht, obgleich die allgemeinbildenden höheren Schulen nicht zu den Pflichtschulen gezählt werden.

AHS-UNTERSTUFE

Bildungsziele
Im Sinne der Vermittlung einer umfassenden Allgemein- und Persönlichkeitsbildung erfolgt, wie im Lehrplan beschrieben, der Erwerb von Sachkompetenz, Selbst- und Sozialkompetenz, Sprachkompetenz sowie Problemlösungs- und Handlungskompetenz.

Bildungsinhalte
In den ersten beiden Schulstufen der AHS werden die gleichen Fächer wie in der Neuen Mittelschule unterrichtet (im Realgymnasium in der gesamten Unterstufe): geisteswissenschaftliche Fächer, Sprachfächer, mathematisch-naturwissenschaftliche Fächer sowie musisch-kreative Fächer und Sport.

In den ersten beiden Klassen (5. und 6. Schulstufe) gibt es keine Unterschiede zwischen den einzelnen Typen der AHS. Ab der 7. Schulstufe werden unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt, es erfolgt eine Aufgliederung in drei Ausbildungsrichtungen:

Gymnasium: Im Unterschied zu den anderen Schulformen erfahren im Gymnasium die sprachlichen, humanistischen und geisteswissenschaftlichen Bildungsinhalte besondere Berücksichtigung. In der Unterstufe wird ab der 3. Klasse Latein angeboten.

Realgymnasium: Im Realgymnasium werden die naturwissenschaftlichen (Physik, Biologie, Chemie) und mathematischen Bildungsinhalte besonders berücksichtigt. Ab der 3. Klasse werden Geometrisches Zeichnen sowie intensiver Werkerziehung und Mathematik unterrichtet.

Wirtschaftskundliches Realgymnasium: Bei dieser Schulform erfahren die ökonomischen und lebenskundlichen (einschließlich der praxisbezogenen) Bildungsinhalte besondere Berücksichtigung (Haushaltsökonomie und Ernährung, intensiver Geographie, Biologie und Umweltkunde, Psychologie und Philosophie).

Bezüglich Berufsorientierung gibt es in der 3. und 4. Klasse der AHS verbindliche Übungen. In diesem Alter wird der Entscheidung über den weiteren Bildungs- bzw. Berufsweg besondere Aufmerksamkeit geschenkt.

Besonderheiten
Die Aufnahme in die 1. Klasse der allgemeinbildenden höheren Schule setzt die erfolgreiche Absolvierung der 4. Klasse Volksschule, mindestens ein „Gut“ in Deutsch, Lesen, Schreiben und Mathematik oder den Beschluss der Schulkonferenz der Volksschule bzw. die Ablegung einer Aufnahmeprüfung voraus.

Abweichend davon können SchülerInnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf die Unterstufe der AHS besuchen, sofern sie die 4. Stufe der Volksschule oder Sonderschule besucht haben. Sofern die Bildungs- und Lehraufgabe des entsprechenden Gegenstandes ohne Überforderung erreicht werden kann, wird nach dem Lehrplan der allgemeinbildenden höheren Schule unterrichtet. Im Übrigen findet, entsprechend der jeweiligen Behinderung, der Lehrplan der Sonderschule Anwendung. Unter Bedachtnahme auf die Behinderung und die Förderungsmöglichkeiten hat die Schulbehörde Abweichungen vom Lehrplan festzulegen. Über das Einschlagen des jeweiligen Bildungsweges obliegt in diesem Fall dem Landesschulrat die Letztentscheidung.

Bei Übertritt nach erfolgreichem Abschluss der 1. und 2. Klasse der Neuen Mittelschule in eine höhere Klasse der AHS-Unterstufe ist Voraussetzung, dass die Beurteilung in den Fächern Deutsch, Lebende Fremdsprache und Mathematik mindestens mit „Gut“ ausgefallen ist, anderenfalls ist eine Aufnahmeprüfung zu absolvieren.

Nach erfolgreichem Abschluss der 3. Klasse der Neuen Mittelschule ist eine weitere Voraussetzung für den Übertritt, dass in allen Fächern, die eine Gliederung in grundlegende und vertiefte Allgemeinbildung aufweisen (differenzierte Pflichtgegenstände), nach den Anforderungen der Vertiefung beurteilt wurde. Sofern dies nur auf einen differenzierten Pflichtgegenstand nicht zutrifft, entscheidet die Klassenkonferenz der Neuen Mittelschule.

Das Gleiche gilt auch für den Übertritt aus der 4. Klasse einer Neuen Mittelschule in die 5. Klasse der AHS. Demgegenüber setzt der Übertritt in die Übergangsstufe des Oberstufenrealgymnasiums nur voraus, dass die achtjährige allgemeine Schulpflicht erfüllt worden ist. Bei erfolgreichem Abschluss der Übergangsstufe kann dann der Übergang in das Oberstufenrealgymnasium ohne Aufnahmeprüfung erfolgen.

Abweichend davon setzt die Aufnahme von SchülerInnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf in die 2., 3. oder 4. Klasse der AHS voraus, dass diese die vorhergehende Stufe einer neuen Mittelschule oder Sonderschule besucht haben.

Eine Besonderheit stellt die Höhere Schule im Landesklinikum NÖ dar, welche SchülerInnen betreut, welche trotz eines längeren Spitalsaufenthaltes ihre jeweilige Klasse erefolgreich absolvieren wollen. Es werden nur SchülerInnen von der 9. bis zur 13. Schulstufe von allgemeinbildenden höheren Schulen und berufsbildenden mittleren und höheren Schulen betreut.

Sonderformen:

AHS-OBERSTUFE

Bildungsziele
Im Sinne der Vermittlung einer umfassenden Allgemein- und Persönlichkeitsbildung erfolgt, wie im Lehrplan beschrieben, der Erwerb von Sachkompetenz, Selbst- und Sozialkompetenz, Sprachkompetenz sowie Problemlösungs- und Handlungskompetenz.

Bildungsinhalte
In der Oberstufe (5. bis 8. Klasse) gibt es neben den aus der Unterstufe fortgeführten drei Grundtypen noch eine Sonderform des Gymnasiums, so wird unterschieden in:

Gymnasium: Im Unterschied zu den anderen Schulformen erfahren im Gymnasium die sprachlichen, humanistischen und geisteswissenschaftlichen Bildungsinhalte besondere Berücksichtigung. In der Oberstufe werden ab der 5. Klasse auch Griechisch oder eine zweite lebende Fremdsprache angeboten.

Realgymnasium: Im Realgymnasium werden die naturwissenschaftlichen (Physik, Biologie, Chemie) und mathematischen Bildungsinhalte besonders berücksichtigt, in der Oberstufe Darstellende Geometrie.

Wirtschaftskundliches Realgymnasium: Bei dieser Schulform erfahren die ökonomischen und lebenskundlichen (einschließlich der praxisbezogenen) Bildungsinhalte besondere Berücksichtigung (Haushaltsökonomie und Ernährung, intensiver Geographie, Biologie und Umweltkunde, Psychologie und Philosophie). Ab der 5. Klasse kann alternativ Latein oder eine zweite lebende Fremdsprache gewählt werden.

Das Oberstufenrealgymnasium (ORG)/Bundesoberstufenrealgymnasium (BORG) ist eine spezielle Schulform österreichischer Gymnasien, die nur in der Oberstufe angeboten wird (vier Jahre). Eine einjährige Übergangsstufe zur Erleichterung von Übertritten kann eingerichtet werden. Die Wahl besteht zwischen musisch-kreativer/sportlicher, mathematisch-naturwissenschaftlicher oder sprachlicher Schwerpunktsetzung, Latein oder alternativ einer zweiten Fremdsprache ab der 5. Klasse, mit oder ohne Darstellende Geometrie.

Berufliche Möglichkeiten
Die allgemeinbildenden höheren Schulen schließen mit Matura bzw. Reifeprüfung ab. Diese berechtigt zum Studium an Universitäten, Hochschulen, Fachhochschulen und Akademien sowie zum Besuch spezieller höherer berufsorientierter Lehrgänge und Kollegs. Allgemein steht im Gegensatz zu den berufsbildenden Schulen die Vermittlung von beruflichen Grundqualifikationen im Vordergrund.

Um der Schulpflicht Genüge zu tun, kann statt der 5. Klasse der allgemeinbildenden höheren Schulen in der 9. Schulstufe als Vorbereitung des direkten Einstiegs in die Berufslaufbahn auch die Polytechnische Schule besucht werden.

Besonderheiten
Von der 6. bis zur 8. Klasse der AHS sind Wahlpflichtgegenstände im Gesamtausmaß von sechs (Gymnasium, Oberstufenrealgymnasium), acht (Realgymnasium) und zehn (Wirtschaftskundliches Realgymnasium) zu absolvieren. Dieses Ausmaß kann schulautonom verändert werden (Minimum vier Stunden, Maximum zehn Stunden).

Sonderformen:

Der Text bezieht sich auf das Schulorganisationsgesetz 1962, BGBl. 162/1962, i.d.g.F. BGBl. 48/2014, insbesondere § 34 ff und die Verordnung über die Lehrpläne der allgemein bildenden höheren Schulen BGBl. II 283/2003, i.d.g.F. BGBl. II 190/2014.

 
 

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