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Kindergärten

Allgemeine Informationen
Der Kindergarten ist eine Bildungs- und Betreuungseinrichtung, die die Eltern bei der Erziehung und Förderung ihrer Kinder unterstützt. Die Erlassung von gesetzlichen Bestimmungen über Kindergärten fällt in die Kompetenz der einzelnen Bundesländer. Das NÖ Kindergartengesetz beschreibt als Kindergarten jede Einrichtung, in der Kinder frühestens ab dem vollendeten 2,5. Lebensjahr bis zum Schuleintritt, längstens jedoch bis zum Ende des verpflichtenden Kindergartenjahres, das gratis angeboten wird, betreut werden. Hierzu zählen Kindergärten, Horte, Krippen, Spielgruppen usw. Die Kinder werden durch Personen, die dazu befähigt sind, betreut, erzogen und gebildet. Die Mindestzahl der Kinder in einer allgemeinen Kindergartengruppe beträgt 12, die Höchstzahl 25. Die Verpflichtung im Rahmen des Gratiskindergartenjahres umfasst im halbtägigen Kindergartenbesuch 16 bis 20 Stunden, mit Ausnahme der schulfreien Tage und Schulferien. Bezüglich des ganztägigen Kindergartenbesuches, der mit 30 bis 40 Stunden anzusetzen ist, bestehen keine Verpflichtungen. Der halbtägige Besuch in der Zeit von 7.00 Uhr bis 13.00 Uhr von Montag bis Freitag ist bei NÖ Landeskindergärten für Kindergartenkinder generell kostenfrei.

In Niederösterreich gibt es 1.049 NÖ Landeskindergärten und 38 Privatkindergärten.

Aufnahme in den Kindergarten
Die Aufnahme in den Kindergarten muss bei der Wohnortgemeinde beantragt werden, wobei hier unbedingt die Fristen für die Anmeldung zu beachten sind. Der Antrag ist spätestens bis Ende Februar vor Beginn des nächsten Kindergartenjahres (im September) zu stellen. Während des Kindergartenjahres ist die Aufnahme nur mit dem Einverständnis der Kindergartenleitung und der Gemeinde möglich.

Bei Interesse an einem privaten Kindergarten, ist es am besten, sich die infrage kommenden Kindergärten persönlich anzusehen und ein Gespräch mit der LeiterIn zu führen. Die Anmeldung erfolgt entweder im Kindergarten selbst oder bei der jeweiligen Trägerorganisation.

NÖ Landeskindergärten und Privatkindergärten werden in der Bildungsatlas-Abfrage getrennt angeführt.

Hier finden Sie zusätzliche Informationen über den Kindergarten!

Bildungsziele
Das Kindergartenpersonal hat als Aufgabe die Unterstützung der Familienerziehung. Demgemäß ist insbesondere die körperliche, seelische und geistige Entwicklung der Kinder zu fördern. Diese Förderung soll durch Bildungsangebote, geeignete Spiele und die erzieherische Wirkung, die die Gemeinschaft bietet, erfolgen. Des Weiteren soll ein grundlegender Beitrag zu einer religiösen und ethischen Bildung geleistet und insgesamt im Ergebnis die Erreichung der Schulfähigkeit erzielt werden.

Bildungsinhalte/Methoden
Die Kinder sind nach erprobten wissenschaftlichen Methoden (insbesondere der Kleinkindpädagogik, der Kindergartenpädagogik und bei Bedarf der Heilpädagogik) unter Ausschluss jedes schulartigen Unterrichtes zu fördern und zu unterstützen. Dabei haben die Bedürfnisse der Kinder im Mittelpunkt zu stehen. Eltern oder sonstige Erziehungsberechtigte sind regelmäßig einzubeziehen (Elternabende, gemeinsame Feiern usw..).

Besonderheiten
Im Jahr vor Beginn der Schulpflicht besteht die Pflicht zum Kindergartenbesuch. Daraus resultiert ein verpflichtendes Kindergartenjahr, wobei dieser verpflichtende halbtägige Kindergartenbesuch kostenlos ist (Gratiskindergartenjahr). Kindern, die bis zum 31. August des betreffenden Jahres das fünfte Lebensjahr vollendet haben, ist daher vonseiten der Erziehungsberechtigten der Besuch des Kindergartens zu ermöglichen.

Interkulturelle MitarbeiterInnen fördern in Zusammenarbeit mit dem Kindergartenpersonal mehrsprachig aufwachsende Kinder in der Anwendung der deutschen Sprache und in der sozialen Integration.

Kinder mit besonderen Bedürfnissen werden in heilpädagogisch-integrativen Gruppen gemeinsam mit altersgemäß entwickelten Kindern von SonderkindergartenpädagogInnen betreut. Hier beträgt die Mindestzahl 12, die Höchstzahl 15 Kinder.

Der Text bezieht sich auf das NÖ Kindergartengesetz 2006, LGBl. 5060-3, bezüglich NÖ Gratiskindergartenjahr, insbesondere § 19a.

 
 

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